Nötige Preisanpassung durch Greiz-Card mildern
AfD Greiz schlägt Alternative zu Steuererhöhungen vor

Wenn die Haushaltslage der Stadt Greiz saniert werden soll, muss alles auf den Prüfstand. Davon ist der AfD-Kreisverband Greiz-Altenburg nach wie vor überzeugt. Alles muss aber nicht heißen ohne Augenmaß, meint der Chef des Kreisverbandes, Landtagsabgeordneter Thomas Rudy. „Das Stadt-säckel ist leer. Die Stadtratsfraktionen fallen nur durch gegenseitige Schuld-zuweisungen und Sprachlosigkeit in der Sache auf. Nach dem Mikado-Prinzip will sich offenbar niemand zuerst bewegen, weil die Partei dann zur nächsten Wahl verliert. Das ist tödlich für Greiz“ meint Rudy. Statt immer nur über Erhöhung der Kindergartengebühren bzw. Grund- und Gewerbesteuern nachzudenken, wären neue Wege gefragt. Als Alternative zu fortwährenden Steuererhöhungen sieht die Greizer AfD notwendige Preisanpassungen, die durch eine „Greiz-Card“ abgemildert werden könnten. „Wir leisten uns den Luxus einer Vogtlandhalle, einer Eisbahn und einer Schwimmhalle. Die Finanzierung stellt die Greizer Freizeit- und Dienstleistungs (GFD) GmbH & Co. KG sicher. Dies geschieht primär aus den Gewinnen der Energieversorgung Greiz (EVG) GmbH. Warum also nicht kostendeckende Preise durchsetzen, die jedoch für EVG-Kunden durch eine `Greiz-Card` per Rabatt gemildert werden könnten?“ stellt Vizechefin Bärbel Kowsky die Idee öffentlich zur Diskussion. Hintergedanke ist, dass die o.g. Einrichtungen mit niedrigen Preisen auch von zahlreichen Nicht-Greizern gern genutzt werden. Dagegen werden die Lasten allein von den Greizern geschultert. Über die Strom- und Gaspreise tragen nämlich sie die ungerechtfertigte Subventio-nierung der Preise. Mit den Rabatten der Greiz-Card würden dagegen die EVG-Kunden einen Lastenausgleich erhalten. Zugleich bietet sich für die EVG die Chance einer zusätzlichen Kundenbindung. „Wir könnten uns auch vorstellen, dass in Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden auch Kinder aus einkommensschwachen Familien eine solche Card erhalten“ so Bärbel Kowsky. Das wäre immer noch billiger als die Quersubventionierung nicht kostendeckender Preise, meint die AfD. Ob der Stadtrat diese Idee aufgreift, bleibt abzuwarten.