Höcke: Wer die AfD ausgrenzt, grenzt ihre Wähler aus

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Friedrich-Ebert-Stiftung haben alle Vorsitzenden der im Thüringer Landtag vertretenen Fraktionen zu einem Podiumsgespräch eingeladen – alle, außer der AfD. Begründet haben die Veranstalter die Nichteinladung damit, dass die AfD angeblich kein Interesse am demokratischen Diskurs habe. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Björn Höcke:

 

„Laut dem aktuellen Thüringentrend sind wir fast genauso stark wie die SPD. Im Bund ist die AfD seit einigen Wochen drittstärkste Kraft. Uns zu der Diskussion nicht einzuladen, ist also weniger ein Affront gegen die AfD, als ein Schlag ins Gesicht all jener Wähler, die sich von den Altparteien nicht mehr vertreten fühlen. Vor allem vom nominell überparteilichen DGB hätten wir eine andere Haltung erwartet, zumal bereits bei der Landtagswahl 2014 fast 10% der Thüringer Gewerkschaftsmitglieder AfD gewählt haben.“ Laut Höcke sollte gerade der DGB auch einmal seine eigene demokratische Diskussionskultur hinterfragen. „1.000 Trillerpfeifen an linke und linksradikale Gegner der AfD Demo am 20. Januar in Jena zu verteilen, die damit die Reden der AfD störten, zeugt nicht unbedingt von einer demokratischen Gesinnung und Respekt vor dem grundgesetzlich verbrieften Demonstrationsrecht. Der DGB tut damit genau das, was er uns immer vorwirft.“ Höckes Fazit: „Versuche, die AfD zu ignorieren, sie zu diffamieren und auszugrenzen werden scheitern. Spätestens nach den nächsten Wahlen werden dann auch DGB und Friedrich-Ebert-Stiftung in der Realität ankommen.“