NEIN zu Windrädern
Alle Entscheidungen bereits gefallen - Bürger hintergangen?

Im gut besuchten Saal des Schützenhauses in Ronneburg hatten sich zahlreiche interessierte Bürger, darunter Mitglieder mehrerer Bürgerinitiativen der Anti-Windkraftbewegung, sowie Frau Birgit Keller (Linke), Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft eingefunden.

Diese hatte sich mit einem Stab von Vertretern diverser Interessengruppen (Lobbyisten) umgeben.

Letztere übernahmen die Leitung der Veranstaltung und nahmen sogleich zahlreich im Präsidium Platz.
Zwei Plätze waren vorgesehen für Vertreter des Bündnisses „Thüringer Bürgerinitiativen“ und der Bürgerinitiative „Gegen Windwahn“.

Interessanterweise entpuppte sich Herr Thomas vom ThüringenForst als Befürworter von Windmühlen in Waldgebieten, er begründete das mit der Vorschädigung der Wälder durch den „Klimawandel“.

Motto: Wenn der Wald schon geschädigt ist, kann man gleich richtig schädigen.
Diese Haltung sorgte für verbreitetes Unbehagen.

Aus seiner Sicht wird sich wohl mit Subventionen aus Windenergie viel mehr verdienen lassen, als mit Holz.

Unsere schönen Wälder, als Zonen der Ruhe und Erholung und als Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen stellen natürlich einen Wert dar, den der Forst nicht abrechnen kann.

Von Dr. Vogel (BUND) hätte ich durchaus fundierte Kritik am Ausbau der Windenergie erwartet.
Ist doch der Widerspruch zwischen praktiziertem „Klimaschutz“ und Umweltschutz überdeutlich!!!

Mit Umweltschutz haben Windenergieanlagen, Solarzellen und der massive Anbau von Mais zur Erzeugung von „Biogas“ nun wirklich nichts gemein.

Die Bezeichnung von Greenpeace und Wirtschaftsministerium als unabhängig ist schon recht blauäugig.


Frau Keller bemühte sich redlich, dem allgemeinen Eindruck entgegenzuwirken, dass es sich nur um eine reine Informationsveranstaltung handeln würde und bereits alle relevanten Entscheidungen lange gefallen seien.

Die Notwendigkeit, den „Klimawandel“ zu bekämpfen und die Ablehnung der Atomenergie sowie auch der Kohleverstromung! wurden als gesellschaftlicher Konsens dargestellt, ja praktisch zur Staatsräson erklärt.

Zur Erreichung dieser (willkürlich) gesteckten Ziele, 100% Versorgung mit „erneuerbaren“ Energien bis 2040, sind eben Opfer zu bringen!!!

Alle Besucher schienen dazu nicht bereit.

 

In der geleiteten Diskussion, die von den Bürgerinnen und Bürgern sehr engagiert geführt wurde, ging es zumeist um Details des Schalls- und insbesondere Infraschalls sowie Abstandsregelungen zu Wohngebäuden.

Die betroffenen Bürger haben keinerlei Möglichkeit, sich den Einwirkungen der benachbarten Windmühle zu entziehen. Das sollte man nicht mit einer PKW Fahrt oder dem Betrieb einer Waschmaschine gleichsetzen!

Für Kopfschütteln sorgte der Tipp aus dem Präsidium, sich bei der Wahl des Wohnortes entsprechend vorzusehen.

Planungs- und Genehmigungsverfahren blieben ein Buch mit sieben Siegeln, auf unsere Gerichte wartet sicher viel Arbeit.

Unserer Ministerin, Frau Keller (Linke) überging geflissentlich den Vorschlag nach demokratischer Abstimmung zum Windenergieausbau ebenso wie den Hinweis auf bereits bestehenden Wildwuchs und daraus resultierende Überkapazitäten.

Gewünscht hätte ich mir gerade von einer Vertreterin der Linken klare Aussagen zu den sozialen Folgen der Energiewende. Lag wohl keine besondere Affinität vor.

Die Betrachtung ökonomischer Folgen war ohnehin nicht zu erwarten, ebenso wenig wie

naturwissenschaftliche und technische Aussagen zu

  • Kennlinien
  • projektierter Leistung
  • Nutzleistun
  • Verfügbarkeit
  • Kosten
  • Nutzen und dergleichen.

Diese Betrachtungen wären wohl geneigt gewesen, weiteren Zweifel am Sinn und Unsinn des Einsatzes „erneuerbarer“ Energien zu säen.


Zusammenfassend kann man mit Fug und Recht konstatieren, dass man vor den Folgen des „Klimawandels“ und der konventionellen Energieerzeugung viel weniger Stress haben muss, als vor den Folgen dieser „ENERGIEWENDE“.

Thomas Senftleben