„Der 17. Juni 1953 war der Tag, als in der DDR der sozialistische Traum vom neuen Menschen deutscher Prägung platzte. Ausgerechnet die Arbeiter machten mit ihrem Aufstand den Versuch, die selbsternannten Führer der Arbeiterklasse aus den Büros zu werfen. Ein Aufstand, der nur mit sowjetischen Panzern zu stoppen war. Spätestens von da an war klar, was real existierender Sozialismus auf deutschem Boden bedeutete: eine neue Diktatur unter roten Fahnen, statt mit braunen Hemden. Und eben kein geschichtlicher Neuanfang, sondern Rechthaberei und purer Machterhalt, noch dreieinhalb Jahrzehnte lang. Und als alles nichts half, sperrten die sozialistischen Machthaber acht Jahre später die eigenen Landsleute komplett ein und bauten um die DDR tödliche Mauern und Zäune.

Nach der Wiedervereinigung 1990 und mit der Verlegung des bisherigen ‚Tags der Deutschen Einheit‘ vom 17. Juni auf den 3. Oktober, wurde es in Ost und West still um dieses Datum. Es verschwand nahezu aus dem Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Deshalb ist es gut und wichtig, dass der 17. Juni bei uns in Thüringen nun wieder ein offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des SED-Unrechts ist – auch weil die Partei, die für das DDR-Unrecht maßgeblich verantwortlich war, seit Ende 2014 unter dem Namen DIE LINKE wieder in Thüringen regiert.

Wir alle sollten diesen Tag als Mahnung dafür anzusehen, den Kampf für Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit niemals als verloren anzusehen, auch wenn die Umstände widrig und übermächtig erscheinen. Ein sehr aktuelles Thema. Vor allem, wenn man sich den Umgang mit meiner Partei, der AfD, ansieht.“

Quelle: AfD-Fraktion