Stellen Sie sich vor, Sie könnten Montagmorgen nicht mehr 100€ bar abheben, nur noch mit Karte beim Bäcker zahlen und zuhause keinen Sparstrumpf für die Enkel verstecken: Sie wären der ideale gläserne Bürger, auf dessen Geld die Banken bzw. die Politikakteure durch entsprechende Anweisungen einfach und immer zugreifen können. Etwa zur Finanzierung klammer Banken in Südeuropa. Ihre Freiheit wäre dadurch massiv eingeschränkt. Denn Sie haben keine Möglichkeit mehr, sich ihr eigenes Vermögen vom Konto auszahlen zu lassen. All Ihr Erspartes ist gefährdet. Sie sind gezwungen mit Karte oder Handy zu bezahlen. Nichts klimpert in Ihrer Geldbörse. Diesen Zustand nennt die Altpolitik bargeldlose Gesellschaft und sie begründet ihn mit der angeblichen Eindämmung der Schwarzgeldmafia, dem Terrorismus (der weiterhin über die unkontrollierten Grenzen einsickert) oder schwammig mit dem modernen Zeitalter. Wer das kritisiert, wird als „Modernisierungsverlierer“ stigmatisiert und als ewiggestrig diffamiert.

In Schweden wird derzeit der Weg beschritten, den die deutschen Altparteien noch vor sich sehen, dort wird der Bargeldverkehr Stück für Stück eingedämmt, natürlich mit reichlich Lobeshymnen. Dass die Nachahmung schwedischer Verhältnisse jedoch nicht immer gut ist, beweisen die Themen Migration und Genderismus, aber derlei reale Auswirkungen haben waschechte Ideologen ja noch nie gestört. „Vorreiter“ nennen es linksgrüne Bargeldabschaffungsforderer und wollen einen Gaul besatteln, der in naher Zukunft schon halbtot am Boden liegt.

Komischerweise werden die tatsächlichen Konsequenzen der Bargeldlosigkeit, wie sie die Inder gerade zu spüren bekommen, ganz anders kommentiert als das supertransparente und mustermultikulturelle Schweden. Wenn das mal kein journalistischer Dünkel ist.

Nachdem die Abschaffung der 500€-Scheine beschlossene Sache ist, folgen in Deutschland nun die nächsten Pfeiler der Freiheitseinschränkung. Die Deutsche Bank hat eine bargeldlose Geschäftsstelle in, sie erraten es sicher, Berlin geschaffen, man setze damit auf den Trend (oder auf eine programmierte Enteignung). Hessische Studenten üben sich als bargeldlose Labormäuse, die munter den veganen Mensa-Pudding für 1,30€ mit dem Smartphone zahlen. Die Kontrolle ist damit perfekt, sie wird verschlagen als modern vermarktet. Die Frage ist lediglich, ob wir diese Orwellsche Gesellschaft zulassen oder nicht. Spätestens beim Geld hört die Freundschaft auf, sagt ein Sprichwort. Müssten dann nicht jetzt die Alarmglocken klingen, oder erst, wenn es wieder einmal zu spät ist? Werden die deutschen Bürger auch hier einer weltfremden Kanzlerin und ihren bürgerfeindlichen Anhängern folgen und sich das Geld aus der Hand nehmen lassen? Wird diesmal aufbegehrt? Bargeld ist ein Stück Freiheit, ist Selbstbestimmung in Form von Scheinen und Münzen. Wir treten entschieden dagegen ein, dass eine irre gewordene Altparteienlandschaft den Menschen auch diese Lebensqualität nehmen und sie zu gläsernen Untertanen machen will!

Nadine Hoffmann