DRG – System in Deutschland:

Das für die Krankenhäuser 2005 bindend eingeführte DRG-System (normierte Fallpauschalen) hat die darin gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. So hat sich die Gesamtzahl der Operationen in Deutschland fast verdreifacht. Das spricht mehr für ökonomieoptimierende als medizinische Gründe. Bei gleichzeitiger Reduktion des Personals, insbesondere der Pflegekräfte und der Verweildauern, hat das zu Kostenexplosion einerseits und Arbeitsüberlastung, Mindereinnahmen und Investitionsstau in Milliardenhöhe bei den deutschen Krankenhäusern und übernehmenden Rehakliniken andererseits geführt.

Prof. Dr. med. Axel Gehrke und Dr. med. Robby Schlund, AfD Fraktion im Bundestag, fordern daher den schrittweisen Rückbau dieses ineffizienten Systems und komplette Neustrukturierung der Vergütung.

In Konsequenz der derzeitigen Situation werden Patienten oft „blutig“ entlassen, sind aber aus medizinischer Sicht noch gar nicht optimal zum Entlassen geeignet. Die verkürzte „Liegezeit“ der Patienten hat zur Folge, dass die nachbehandelnden Hausärzte mit aufwendigen Nachbehandlungsregime zeitlich und budgetär überlastet. Profitoptimierung kann letztendlich zur Gefahr für den Patienten werden und Folgekrankheiten oder stationspflichtige Komplikationen oder Folgeoperationen nach sich ziehen. Der Patient ist durch dieses inhumane System zum reinen Wirtschaftsfaktor geworden. Durch die DRG-Abrechnung regulieren Manager und Betriebswirte stärker medizinische Abläufe als die am Limit unter enormen Kosten- und Bürokratiedruck arbeitenden Ärzte und Pflegekräfte.

Dies will und kann die AfD nicht hinnehmen und möchte schnellstmöglich Korrekturlösungen vorlegen.

Arbeitsgruppe Gesundheit der
AfD – Fraktion im Deutschen Bundestag
Dr. Robby Schlund