Die AfD-Fraktion kritisiert das mangelhafte Maßnahmenpaket der Landesregierung gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest und benennt weitere notwendige Schritte. Die Forderungen des Landesjagdverbands Thüringen für verbesserte Bedingungen bei der Wildschweinjagd unterstützt die Fraktion dabei größtenteils. Der Jagdverband mahnt beispielsweise die Einrichtung von Schussschneisen in großen Raps- und Maisfeldern an.

Dazu sagt Thomas Rudy, landwirtschaftspolitischer AfD-Fraktionssprecher:

„Die AfD-Fraktion spricht sich für eine Erhöhung der in Aussicht gestellten Aufwandsentschädigung bei der Wildschweinjagd aus. Wir fordern zudem die Aufhebung des Jagdverbotes für Schwarzwild in der Kernzone des Hainich-Nationalparks. Außerdem sollte die Schonzeit für zweijährige und ältere Bachen aufgehoben werden. Bisher dürfen in Thüringen zweijährige und ältere Bachen nur vom 1. Juli bis zum 31. Januar gejagt werden. Es ist weiterhin zweckmäßig, bisher nur für Rehwild zugelassene Jagdmunition auch für gestreifte Frischlinge bis zu einem Gewicht von 20 kg freizugeben. Dies wird bereits in anderen Bundesländer, wie zum Beispiel Brandenburg oder NRW, so oder ähnlich gehandhabt. Die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest für den Hausschweinbestand in Thüringen ist immens. Die Landesregierung muss die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen. Ansonsten kann sich die Afrikanische Schweinepest noch schneller ausbreiten, was katastrophale Folgen für die Thüringer Landwirtschaft hätte.“

Quelle: AfD-Landtagsfraktion